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5. Dezember 2016

 Um 06.35 weckt daMan mich und mein erster Gedanke ist, warum man, nachdem man die ganze Nacht nicht besonders gut schlafen konnte, ausgerechnet in dem Moment schlimmste Bettschwere entwickelt, in dem man aufstehen muss.

Ich quäle mich hoch und sitze um 06.45 mit dem ersten Kaffee auf dem Sofa. Morgenmagazin, Internet-Nachrichten, Instagram-Runde. Nach dem zweiten Kaffee sitzen wir gegen 07.00 am Frühstückstisch. Ich esse Toast und damit stirbt mein Gedanke an eine morgendliche Joggingrunde endgültig - die leeren Weißbrot-Kalorien würden nicht ausreichen.
Stattdessen bin ich um kurz nach 08.00 mit dem Hund am Unisee - es ist reichlich frostig, aber klar und sehr schön. Wir umrunden den See im Eiltempo und ich schieße nebenbei noch ein paar Landschafts-Angeber-Fotos.
Gegen 08.45 bin wieder auf dem Parkplatz und treffe A., unsere frühere Babysitterin nebst ihrem ebenfalls epileptischen Hund. Wir plaudern eine Runde bevor es ernst wird und sie mir berichtet, dass ihr jüngerer Bruder schwer erkrankt ist. Danach verschlägt es mir erstmal die Sprache. Das ist schrecklich.
Kurz darauf verabschieden wir uns und ich fahre sehr nachdenklich Richtung daMans Büro, um den Hund dort abzugeben.
Wieder zu Hause bin ich um halb 10.00. Ich schmeiße eilig Hackfleisch zum Auftauen in die Mikro und mich selbst unter die Dusche. Ich MUSS meine Haare waschen und sie sollen so lange wie möglich lufttrocknen. Das inzwischen zubereitungsfähige Hack verarbeite ich zu einer Sauce Bolognese und drehe nebenbei eine Blogrunde.
Um halb 11.00 setze ich mich noch kurz ans Klavier, bevor der Sohn zur vollen Stunde nach Hause kommt und ich in die Firma muss. Etwa gleichzeitig erreicht mich ein whatsapp der laDiva - sie hat 15 Punkte in Mathe geschrieben, feiert sich und bietet sich dementsprechende Huldigungen aus. Kriegt sie. Nie hat irgendjemand aus dieser Familie jemals 15 Punkte in Mathe erreicht... nachdem ich diese Nachricht verdaut habe, bin ich dann doch wie immer zu sehr in Eile, schaffe es aber, alle notwendigen Utensilien in meine Handtasche zu werfen, vermisse dann doch was und kippe ihren gesamten Inhalt auf den Autositz (ein Zeremoniell, welches sich ein- bis dreimal wöchentlich wiederholt) - finde, was ich suchte und fahre endlich los. Heute nehme ich einen anderen Weg als sonst - scheint etwas schneller zu sein und so bin ich ein paar Minuten vor halb 12.00 im Büro.
Ich fange unverzüglich an zu arbeiten und erledige den ersten Teil des anstehenden Tagesgeschäftes bis halb zwei, danach hole ich mir einen Kaffee an den Arbeitsplatz und widme mich dem zweiten Teil des Tagesgeschäftes. Als ich das nächste Mal zur Uhr schaue, ist es ziemlich genau 14.30 und ich bin reichlich überrascht. Den restlichen Tag verbringe ich mit Revision, ein paar Telefonaten, ein bisschen Auftragsannahme und Klärung von seltsamen Fällen. Bei letzteren telefoniere ich Herrn T. an, der mir schon reichlich ans Herz gewachsen ist, auch oder gerade wegen seines putzigen süddeutschen Dialektes.
Fast auf den Schlag genau um 16.30 ist meine Arbeit geschafft und ich steige ins Auto. Im Weserpark muss ich wie jeden Montag etwas Zeit totschlagen, bevor ich laDiva vom Reiten abholen kann. Heute muss ich nichts besonderes einkaufen, sondern will nur auf alle Fälle was essen (blöder Toast). Als ich um 16.45 meine asiatische Nudelpfanne in mich hineinjage, schreibt laDiva mir, ich könne ruhig nach Hause fahren - sie würde anderweitig gebracht. Nun, gut.
Ich kaufe noch ein paar Nikolaus-Kleinigkeiten und etwas Brot und fahre dann nach Hause. Dort komme ich ziemlich genau gegen 18.00 Uhr an und beginne sofort damit, die Nikolaus-Taschen herzurichten (und weit oben außer Hunde-Reichweite zu lagern.) Dann schmeiße ich mein Bettzeug wieder zurück ins eheliche Schlafgemach (habe die letzten drei Nächte in meinem Zimmer verbracht), richte mein Zimmer wieder halbwegs her und falle zu den "Golden Girls" aufs Bett.
Mehrere Episoden später ist daMan zu Hause, der sehr große Sohn inzwischen mit meinem Auto unterwegs, laDiva erscheint auch und mit der sitzen daMan und ich dann gegen 19.45 gemeinsam am Tisch.
Um 20.31 tippe ich diesen Text weiter, danach werde ich noch ein wenig Tasten werfen (aber lautlos am E-Piano), später kommen die Bauern und anschließend wird der Tag mit belangloser Einschlaf-Lektüre enden.

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