Ein eher ungewöhnlicher Monatsfünfter...
Der Wecker geht um 04.30h, Schockschwerenot, gut, dass das nicht immer so ist. Der frühe Vogel kann mich mal am A.... bend besuchen, im allgemeinen, aber heute ist es anders, denn eine Urlaubsreise steht an.
Bis um 05.00h bin ich geduscht, habe den letzten Krempel noch gepackt und anderen Krempel aufgeräumt und habe sogar eine (überlebenswichtige) Tasse Kaffee getrunken. Direkt nach dem Zähne putzen verlassen wir das Haus und gehen die 10 Schritte zur Straßenbahn. (So praktisch, dass die so nah liegt und uns ohne Umsteigen direkt bis zum Flughafen transportieren wird)
Ich muss nochmal zurück, weil ich irgendeine Karte, die mir Zugang zu einer Flughafenlounge verschaffen wird, vergessen habe und habe trotzdem noch Zeit genug. Urbanes Wohnen kann so schön sein!
Wir sind um halb sechs am Flughafen, haben noch lange Meter Zeit und sitzen bald darauf in der Lounge, wo es, hurra, sehr guten Kaffee gibt. Und kleine Muffins...
Der Flieger hebt ziemlich pünktlich gegen halb acht ab und die nächsten knapp fünf Stunden lese ich, löse ein paar Sudoku und schalte mir auf dem ipad den downgeloadeten Film an. Gute Wahl - ich weiß nach 10 Sekunden, wie es enden wird, schließe die Augen, genieße sozusagen als Hörspiel und dämmere weg. So und genau so war mein Plan. Eine Viertelstunde vor Filmende werde ich wach und sehe wie alles sich so fügt wie ich es mir gedacht hatte.
Dann bleibt erstaunlich wenig Restflugzeit über, bevor wir überpünktlich auf Fuerteventura landen. Ja, wir sind stumpf ein zweites Mal in diesem Jahr auf die Kanaren geflogen - es gibt allerbeste Gründe - alles anzuführen und auch zu erläutern, warum mir das dennoch unterschwellig ein wenig peinlich ist, führt an dieser Stelle zu weit.
Um 1300 Uhr Ortszeit treffen wir mitsamt Mietauto an den Apartamientos Miramar (nein, so heißt das hier nicht wirklich!) ein und stellen fest, dass sie wirklich unmittelbar am Meer liegen und dank Jahreszeit angenehm unbevölkert sind.
Die Übergabe durch den Inhaber der Mini-Anlage zieht sich etwas, denn er gehört zu den Menschen, die in zwei Minuten einen Ochsen kaputtreden können. Als er eine Dreiviertelstunde später endlich abzieht, habe ich auch gleich ein Schnitzel an der Backe. Ich bin müde... aber wir müssen noch einkaufen, also wieder ins Auto und, hopp, den nächsten Mercadona angefahren.
Gegen 15.00h sind wir zurück, entladen den Wagen, beladen den Kühlschrank und essen dann erstmal ein bisschen. Ich hatte einen immer stärker werdenden Hungerast und daraus resultierend latent schlechte Laune.
Im Anschluss dann anbaden. In unter einer Minute stehen wir am Strand, in weniger als 5 Minuten ist daMan im glasklaren Wasser, ich brauche etwas länger und FUCK, kann lediglich quasi ohne Armschlag schwimmen. Diese Schleimbeutelentzündung macht mich mürbe und legt den linken Arm lahm. Ich sehe schwarz für mein SUP-Vorhaben...
DaMan bleibt noch in Wassernähe, ich ziehe mich zum Haus zurück und lese auf der Terrasse mein gestern begonnenes „Trümmerkind“ durch. Zwischendurch sacke ich etwas weg - so frühes Aufstehen ist wirklich nicht mein Fall.
Nachdem daMan auch wieder aufgetaucht ist, beschließen wir zeitig essen zu gehen und zockeln gegen 19.00h los, finden eine kleine Tapas-Bar und essen halt dann auch welche. Ziemlich gute übrigens. *mjam*. Der Rotwein dazu entspannt mich und macht müüüüde.
Halb zehn etwa sind wir wieder auf unserer Terrasse, ich schreibe das hier noch schnell zusammen und dann werde ich mich in drei unerhörte Urlaubswochen mit Salz auf der Haut und Sand in den Haaren hineinschlafen...
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