Was machst du eigentlich den ganzen Tag. Tagebuchbloggen als simple Beschreibung ohne Nachdenken. Kann ich.
07.15h der Radiowecker geht ab. Oder daMan weckt mich. Keine Ahnung. Auf jeden Fall stehe ich halbwegs zügig auf und wanke zum Kaffeeautomaten eine Etage tiefer.
07.30 die welt- und allerbeste Pärle, die nur noch zum Bügeln kommt, sehr sporadisch übrigens, klingelt und ich sage hallo und ziehe mir Kaffee Nr. 2.
08.30 nach Frühstück, Kaffee Nr. 3, Duschen und kurzer Unterhaltung mir der welt- und allerbesten Pärle gehe ich los in die Praxis
09.00 mein Arbeitsalltag beginnt, es ist ordentlich und irgendwie sehr unruhig zu tun. Wir sind mal wieder Vertretungspraxis, was den Auftritt einiger unkundiger Vertretungspatienten nach sich zieht; es gibt nach wie vor Omikron, aber spektakulär ist vor allem, dass ich mir meinen Praxistee mit Wasser, welches jede Menge Entkalker enthielt, aufgegossen habe. Meine Kollegin kam schreiend geeilt, zum Glück, bevor ich einen Schluck intus hatte. Puh! Das hätte schiefgehen können. Meine Arbeitszeit rast durch - es ist einer der Tage, an denen man hinterher nicht so genau sagen kann, was man gemacht hat und sich kontinuierlich fragt, was man vergessen hat. Aber mein Schreibtisch ist frei und ich stopfe Arbeitsklamotten, die Post UND die Vase, die Frau Doktor zur Hochzeit geschenkt bekam und potthässlich fand und deshalb jeder Mitarbeiterin in der Praxis angeboten hat (für mich passt das Ding perfekt, obwohl es, Skandi-Design hin oder her, gerade eben noch am „Oha, das ist aber mal…. Ähm, tja“-Status vorbeikratzt) in meinen Rucksack, checke mein Handy, sehe den verpassten Anruf von Frau Mu und marschiere mäandere nach Hause.
14.30 ca. bin ich da und habe bis dahin Frau Mu zurückgerufen, um den heutigen jeden-verdammten-Donnerstag-Termin zu klären. Vor der Tür finde ich O., „unsere“ Ukrainerin, die jede Menge Unkraut aus dem Vorgarten rupft. Weil sie bereits die Einliegerwohnung auf Hochglanz gebracht hat, schäme ich mich allmählich ein wenig. Aber … mir sind verschiedene Dinge und ob sie gemacht sind, einfach auch so sch…egal. Nichtsdestotrotz freue ich mich sehr!!!
Ich esse den Rest Reis, den daMan gestern über gelassen hat mit Curry, Salz und etwas Butter und mache mich um ca.
15.15 auf den Weg zu Frau Mu. Da komme ich an um ca.
15.50 und höre mir eine Stunde lang Dinge an, die mich nur so mittelhalb interessieren, bevor ich -wie jede Woche- mehr oder weniger abrupt aufspringe und gehe. Wieder zu Hause bin ich gegen
17.30, wo ich kurz in den Sessel sinke. Nur wenig später ist daMan auch da und wir überlegen, was und wann wir essen. Wir einigen uns auf Brot und Salat, dann geht er mit Theobald auf die Abendrunde und ich zum Supermarkt. Auf dem Rückweg werde ich vom Chef des Restaurants hier an der Ecke zum Essen verhaftet und so finden daMan und ich uns dort ein um
19.00 und essentrinken bis immerhin
21.30. wir fallen in unsere TV Sessel und lassen den Tag ausklingen. Ich habe rund 11.500 aushäusige Schritte auf der Uhr, damit kann ich leben und bin gespannt, ob und in welchem Schlafzimmer ich heute mal schlafe. Oder eben nicht.
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