5.15 werde ich wach. Es ist ziemlich hell, waren die Vorhänge wohl nicht ordentlich zugezogen, Mist. DaMan schnarcht, es ist etwas zu heiß, aber ich will um diese Zeit ganz gewiss noch nicht aufstehen. Schon gar nicht an einem Sonntag.
5.20 ich zerre an daMans Kopfkissen, er murrt und dreht sich auf die andere Seite. Ich stopfe mit die Ohrstöpsel tiefer ins Ohr und schlafe irgendwann wieder ein.
10.13 bin ich dann wieder wach und daran merke ich, dass ich den Schlaf wirklich gebraucht habe, denn sonst bin ich allerspätestens um halb neun komplett ausgeschlafen, meist sogar noch eher.
Meine Stimme ist weg - gestern beim Lindenberg-Konzert habe ich sie enorm strapaziert. Das Konzert war übrigens sehr gut - exzellente Show, Herr L. im Gegensatz zu mir erstaunlich gut bei Stimme und mit 76 Jahren 2 Stunden und zwanzig Minuten zu spielen… Hut ab.
Insgesamt war die Veranstaltung reinster Balsam auf meine genervte Corona-Seele - so wohltuend, dass man wieder an so etwas teilnehmen kann, auch wenn ich mich sehr wundern sollte, wenn ich mir das große C. jetzt nicht doch eingefangen habe.
Preventing me from living will not prevent me from dying...
10.20 treffe ich ein Stockwerk tiefer auf daMan, der mir verkündet, dass er Halsschmerzen hat. Nü… vorige Woche war er auf einer Messe in Amsterdam, gestern das Konzert…später am Tag ist er per Schnelltest negativ. Wird sich schon zeigen, wir bleiben dran.
10.21 ich sinke mit einem Kaffee aufs Sofa und danach gehe ich Brötchen holen.
Bis ca.
11.30 frühstücken wir mit noch mehr Kaffee uns stellen unabhängig voneinander fest, dass an diesem Tag nichts körperlich Anstrengendes passieren soll. Natürlich stecken wir Vorglühen mit unseren Nachbarn und Konzertbegleitern, Konzert und Nachglühen bis tief in die Nacht nicht mehr weg als seien wir noch frische 20 oder so. Ich bin froh, dass ich nicht verkatert bin, mehr kann man wirklich kaum erwarten.
11.45 unsere welt- und allerbeste Perle kommt in der nächsten Zeit aus sehr traurigen privaten Gründen erstmal nicht, sodass ich mir das Bügelbrett in meinem Zimmer aufbaue und knapp zwei Stunden alles plätte, was mir vors Eisen kommt. Dabei schaue ich dem erstaunlichen Dr. Nowzaradan dabei zu, wie er Amerika von den Übergewichtigen befreit. Ja, das ist Trash, aber wtf.
Danach widme ich mich diversen verstaubten Flächen in meinem Zimmer und sauge die gesamte Etage noch durch. Außerdem verpacke ich noch drei Geschenke für zwei Geburtstage.
15.00 noch mehr Trash, sorry, mehr klappt heute nicht und es ist mir egal. Immerhin stricke ich an der Socke weiter und arbeite die Ferse ganz ab. Spannend, was?
16.00 und ein paar zerquetschte bewege ich mich mit Theobald auf eine Hunderunde, damit mein Kreislauf nicht völlig abschmiert und bringe dabei meine erforderliche Schrittanzahl für diesen Tag auf Stand und Theolein macht das, was er machen soll. Bevor der Regen einsetzt, kommen wir trocken zu Hause an. Es ist übrigens unangenehm schwülwarm mit Unwetterneigung, aber bisher ist noch nichts dergleichen passiert.
17.00 Dr. Dolittle ist mittlerweile auch hier eingetroffen und wie üblich nach diesen Reiterhofwochenenden verdreckt, hungrig und müde. Keiner von uns hat Bock zu kochen und so werden es Miracoli und ein schneller Salat mit Balsamico und Olivenöl. Muss auch mal sein. Beim Essen erzählt sie uns, dass sie morgen schon nach Hause nach Hannover zurückzufahren gedenkt, auch noch in aller Frühe, um den 9-Euro-Bahnfahr-Irren aus dem Weg zu gehen. Schade, ich hatte gehofft, sie am Dienstag nach der Arbeit per Auto bringen zu können, um etwas Mutter-Tochter-Zeit zu generieren, aber das machen wir dann eben ein anderes Mal.
19.00 sind wir mit Essen fertig.
19.30 ist die Küche wieder aufgeräumt, der Esstisch abgedeckt und abgewischt, der Spülo läuft und ich ziehe mich noch kurz an den PC zurück, bevor daMan und ich uns nicht dem Tatort widmen werden, sondern wahrscheinlich irgendetwas von irgendeinem Streamingdienst aufrufen werden.
Das war wahrhaftig ein ganz und gar unspektakulärer Tag.
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