Der Wecker geht um 06.30h und ich stehe ein letztes Mal im Ferienhaus in Lacanau-Océan auf. Zwei hastige Kaffee, dazwischen den Spülo leer räumen, duschen, letzte Taschen packen, Rundgang durchs Haus, Müll entsorgen, Bettwäsche abziehen und dann sitzen wir um 07.15h im Auto (ist der Neoprenanzug, der über Nacht noch trocknen musste, auch dabei? Ja? Gut.) mit rund 1500km vor uns.
Bis 15.30h passiert nichts Spektakuläres. Wir wechseln uns beim Fahren ab, kommen gut durch, erledigen die obligaten Tank- und Pinkelpausen. Der Hund hat es sich schicksalsergeben auf der Rückbank bequem gemacht und wäre, glaube ich, wie wir Menschen auch lieber am Atlantik. Tja.
Dann halten wir erneut und aus dem Nachbarauto auf dem Parkplatz stürzt ein ca. Achtjähriger, beugt sich vornüber und kotzt in jeder Hinsicht eindrucksvoll. Als die erste große Ladung draußen ist, dirigiert der Vater ihn zu den WCs, wo er lautstark weiter röhrt. Schrecklich, armer Kerl.
Ich verkneife mir daraufhin den Toilettenbesuch (und einen Snack, der Appetit ist mir ein wenig vergangen…) und wir fahren weiter bis…zum nächsten Stop. Ca. 16.45h in Sedan, wo daMan den Hund nochmal etwas bewegt und ich in den Leclerc stürme für einige Mitbringsel. Falls ich es noch nie erwähnt haben sollte: Ich liebe liebe liebe die riesigen französischen Supermärkte und könnte mich stundenlang darin aufhalten. Nun, das geht heute gerade mal nicht, leider. Eine gute Stunde danach setzen wir unsere Fahrt fort.
Wir beschließen, so weit zu juckeln wie wir es schaffen. Falls das bis nach Hause reicht - prima, wenn nicht, müssen wir halt in ein Hotel. DaMan zieht es nach Hause, mich auch (aber nur, weil zurück eben leider keine Option ist), aber ich fühle mich nicht 100% fit und außerdem ist mir die vorletzte Fahrt durch Belgien noch in durchaus schlechter Erinnerung. Voll, hektisch und zum Schluss ein fetter Stau. Mal sehen, wie es heute wird.
Kurz vor der deutschen Grenze in Belgien, das wir problemlos passieren konnten, übernehme ich erneut das Steuer (bei einem Drive-Inn eines bekannten Hamburger-Herstellers *ähem*) und fahre uns bis Hamm, wo um 21.50h daMan wieder zum Einsatz kommt.
Das Navi rechnet aus, dass wir gegen Mitternacht in Bremen sind. Bitte Daumen halten, dass das klappt und dass in den letzten zwei Stunden dieses Tages nichts Aufregendes mehr passiert.
Ich glaube, über so einen stinklangweiligen Tag habe ich noch nie so viel geschrieben. Im September hoffentlich mehr als Fahrtberichte…
Guten Morgen, ich hoffe, ihr hattet einen schönen Urlaub! Und schön, dass du in meinem Blog vorbeigeschaut hast 😊 Liebe Grüße, Barbara aus Cissac
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