Was hier schon immer zu lesen, aber wahrscheinlich schwer zu finden war, ist der Verweis auf den Blogtitel.
WmdedgT ist etwas, was keineswegs auf meinem eigenen Mist gewachsen ist, sondern auf eine Aktion von Frau Brüllen zurückzuführen ist, die sie sich vor rund 10 Jahren ausgedacht hat und an der sich Monat für Monat die unterschiedlichsten Blogger beteiligen.
Da mir im Mai 2022 auf die Schnelle kein gescheiter anderer Blogtitel eingefallen ist, habe ich mein monatliches Geschreibsel so getauft und belasse es dabei, bis mir was Besseres einfällt.
Ich erwache an diesem Sonntag mal wieder früher als mir lieb ist - mit steigendem Alter wird mein geriatrischer Körper der Zeitumstellung gegenüber von Jahr zu Jahr intoleranter. Ich beobachte das leidenschaftslos ohne eine Pro- oder Kontrameinung dazu zu entwickeln.
Ansonsten ist es so, dass die im Oktoberpost kurz beschriebene Zahngeschichte sich als Odyssee durch den zahnärztlichen Notdienst, mehrere Praxen, dreimal Röntgen, einmal CT entwickelt hat und schlussendlich zu einer OP unter Vollnarkose am vorvergangenen Freitag führte. Ich sag mal so - zu Halloween brauchte ich keine Verkleidung mit meinem verbeulten Gesicht, das viele bunte Farben aufwies... Bitte nicht nachmachen, das lohnt sich also nicht.
Für diesen Tag (und den gestrigen) habe ich mir bewusst nichts vorgenommen. Einerseits schlucke ich noch immer Antibiose, die mich etwas müde macht, andererseits weiß ich, dass ich noch etwas Schonung zur vollständigen Erholung brauche.
Und dann am morgigen Montag wird mich wieder der normale Praxiswahnsinn im Herbst erwarten, was beinhaltet, dass ich viel rede, meine normale Arbeit nicht schaffe und meine Blase auf Wassermelonengröße anschwellen wird, weil ich nicht zum WC komme. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich durfte bereits letzte Woche, als ich "eigentlich" noch au war und "eigentlich" nur Dokumentation fernab vom Tagesgeschäft machen wollte, einen mir nur zu bekannten Einspringer tanzen - den mit der berühmten Patientenanakonda vorm Tresen und zwei unaufhörlich bimmelnden Telefonen.
Warum ich das trotz Krankschreibung tat? To cut it short - alles hat zwei Seiten und ich gute Gründe.
Nun aber!
08.37h ich stehe auf und registriere, dass das noch immer geht, ohne die berühmt-berüchtigten Schmerzen seitlich rechts der LWS auszulösen, über die ich nicht nur an dieser Stelle schon xmal geschrieben habe. Kurioserweise sind sie seit der Extraktion des Zahnes und der sich darauf ausruhenden Zyste, die sich unbemerkt durch den Unterkiefer gefräst hat, verschwunden. Es gibt einen Haufen Theorien, warum das so ist - die für mich wahrscheinlichste ist, dass sich durch die Überdehnung des Nackens während der OP irgendetwas gelöst/ irgendeinen Nerv befreit hat, der verantwortlich für das Geschehen im unteren Rücken war. Ich hoffe inständig, dass das so bleibt, denn trotz aller Bemühungen in den letzten 10 Monaten war den Schmerzen ja nicht beizukommen.
08.45h ich fluche laut vorm Kaffeeautomaten, der mir Befehl auf Befehl erteilt, bevor er sich bequemt, mir das ersehnte Heißgetränk auszuspucken.
09.15h zwei Kaffee später kommt daMan von der Hunderunde zurück und bringt auch gleich Brötchen mit. Für mich noch immer weiche aus Weißmehl...
10.15h ausgiebige Frühstücksrunde beendet, kurzer Gedankenaustausch mit daMan, dann putze ich erst meine Zähne, weil der Geschmack in meinem Mund dank tagelanger Antibiose-Einnahme inzwischen dem von vollgepisster Wolldecke ähnelt, bzw. so wie ich mir diesen Geschmack vorstellen könnte, nicht, dass ihr denkt... ach, lassen wir das.
10.30h ich sammele eine Wäscheladung zusammen, werfe mich in Sportklamotten und steige ab ins Souterrain, wo ich die Wäsche der Minna übergebe und mich selbst aufs Rudergerät setze. 3 kleine Kilometerlein bei minimaler Belastung, bloß jetzt nicht übertreiben. Ranklotzen kann ich immer noch wieder, wenn ich vollständig genesen bin. Danach Körperpflege und um exakt
11.55h starte ich eine Runde Duolingo. Um
13.20h beende ich sie und stelle einmal mehr fest, dass Französisch eine Sprache zu sein scheint, die hauptsächlich aus Ausnahmen besteht. Ich habe ein grundlegendes gutes Sprachgefühl, einen größeren passiven Wortschatz als ich dachte, kann mir sehr viel anhand der Wortstämme ableiten, habe kaum Probleme mit unregelmäßigen Verben, ein gar nicht mal so schlechtes Grammatikverständnis und bin fest davon überzeugt, dass ich die Sprache in diesem Leben nicht mehr lernen werde. 😂
13.25h ich nehme mir mein derzeitiges Buch zur Hand, es ist "Der Papierpalast" und zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ich es schaffe, außerhalb des Urlaubs darin zu lesen, ohne den Faden zu verlieren. Wenn ich daran denke, wieviel ich früher (in einem Land vor unserer Zeit als es noch kein www gab) gelesen habe, bin ich meist genervt, dass mir diese Fähigkeit abhanden gekommen ist. Nun, so sei es. Dazu esse ich zwei Scheiben Kürbisbrot ohne alles. Schön weich!
14.30h die Ladung Wäsche muss aus der Minna auf die Leine und eine neue Fuhre wird in Angriff genommen. Die WaMa verarbeitet alles und hat keine Einwände.
Bis 16.34h lese ich weiter, kümmere mich um die Wäsche und erledige noch eine Hunderunde. Danach schnappe ich mir drei Zimtsterne aus der Packung, die ich gestern entgegen meiner eigenen Vorschrift .Nicht vor Totensonntag" aus dem Supermarkt mitgebracht habe und parke mich vor Netflix ein.
17.45h schnelle Suppe mit Nudeln und dann springe ich ins Auto, um mir ein Basketballspiel des sehr großen Sohnes anzusehen. Vorher aber putze ich Zähne...
19.00h Anpfiff
19.45h Halbzeit. Das Team liegt leicht zurück - nicht unverdient, sie vergeben zu viele Chancen.
Ich werde mir das trotzdem noch bis zu Ende ansehen und dann ca. viertel mach neun wieder zu Hause eintreffen.
Ziemlich sicher wird da nichts Aufregendes mehr passieren, dementsprechend schicke ich meinen heutigen Tagesablauf mal los und grüße den Rest der Bloggergemeinde.
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