Direkt zum Hauptbereich

05. Februar 2024

Was hier schon immer zu lesen, aber wahrscheinlich schwer zu finden war, ist der Verweis auf den Blogtitel.

WmdedgT ist etwas, was keineswegs auf meinem eigenen Mist gewachsen, sondern auf eine Aktion von Frau Brüllen zurückzuführen ist, die sie sich vor rund 10 Jahren ausgedacht hat und an der sich Monat für Monat die unterschiedlichsten Blogger beteiligen.

Da mir im Mai 2022 auf die Schnelle kein gescheiter anderer Blogtitel eingefallen ist, habe ich mein monatliches Geschreibsel so getauft und belasse es dabei, bis mir was anderes einfällt.


 Der Dryanuary liegt hinter mir, die erste grässliche Erkältung der laufenden Saison auch - ich dachte wirklich, ich hätte diesmal die Grippe abgegriffen, so überfallartig wie die Symptome auftraten - passenderweise mal wieder in einem Zeitraum, an der ich an der See sein wollte. Es ist zum Auswachsen, weil das seit Oktober mein dritter gekippter Anlauf Richtung schönstes Bundesland (Schleswig-Holstein) war und ich war so genervt, dass ich gern ein bisschen geheult hätte, aber dazu kam es dann schlussendlich nicht. Also weder zum Heulen noch zur Grippe.

Ansonsten? Habe ich mit einem gezielten Tastenhieb sehr bewusst meinen Instagram-Account gelöscht, nachdem ich ihn schon ein paar Monate auf Eis hatte und - vermisse genau gar nichts. Spart enorm viel Zeit und man liest nicht ständig irgendwelch Kommentare von offensichtlich Hirnlosen oder bekommt Zeugs in der 87. Ausführung angeboten, weil man einmal drei Sekunden zu lange auf ein Bild gestarrt hat... jedenfalls ist das sehr wohltuend so ohne diesen Ballast. Aber - jeder wie er mag  ich berichte ja nur von meinem Empfinden. 

Egal - überhaupt ich soll ja an dieser Stelle heute vor allem über meinen Tag referieren und das ist, hurra/ oh Schreck, ein Montag.

Zum 01. Januar hin wurde ja die neue Kollegin GiK (Griff ins Klo) eingestellt, wodurch es zu einer Modifizierung meiner Arbeitszeiten kam - Dienstbeginn montags um 12.30h statt um 09.00h, was ich durchaus gefeiert habe. So ein später Start in die Arbeitswoche ist genau das Richtige für mich und unabhängig davon gibt es gewichtige Gründe für eine Zusatzkraft im Team. Frl. GiK hatte bis zum 15.1. fünf Schichten (von regulär sechs) mit Ach und Krach gearbeitet mit Anwesenheit, ähm, erstaunt und sich dann kurzerhand krank gemeldet. Mittlerweile liegt ihre Kündigung vor und ich frage mich, was bloß los ist mit solchen Leuten? Ich meine, wenn sie keinen Bock hat und alles zuviel ist (die Frau ist 30! Mit 30 hatte ich die nahezu unbegrenzten Kraftreserven eines Wildschweins!), dann fängt man doch gar nicht erst an und verschwendet Zeit und Energie von allen Beteiligten… however, mit ihrer Nicht-Arbeit löst mein Konzept des späten Arbeitsbeginns am Montag sich in Luft auf und ich stehe zugegebenermaßen nicht wirklich begeistert um 07.22h auf. Davor war ich schon eine Weile halbwach, also dieser Zustand, bei dem man weiß, dass man nicht schläft, aber dennoch mehr oder weniger besinnungslos herumliegt. Nicht der beste Start in den Tag, also eher: Oh, Schreck.

Beim ersten Kaffee fange ich an, diesen Text zu tickern, beim zweiten stimme ich mich seelisch auf einen eher rasanten Wochenbeginn ein - das hat immer damit zu tun, welche Ärztin gerade Schicht hat und heute ist es die mit dem stürmischen Charakter. Meh. 

Zweieinhalb Kaffee und eine ganze Dusche später laufe ich against the wind (Beim Bremer Wetter gibt's fast immer Wind oder Regen. Oder beides...) Richtung Praxis, Ankunft dort um kurz vor neun, Arbeitsbeginn pünktlich um 09.00h. Wir haben einen typischen Montag mit so viel Betrieb, dass es schon fast 12.15h ist, als ich mal kurz zum Briefkasten husche und bis dahin gar keine Zeit hatte, meine heutige mangelnde Motivation zu registrieren. Um 12.30h geht der AB an, die Sprechstunde legt zwischen 13.00h und 14.00h eine kurze Pause ein. Ich nicht, endlich habe ich etwas Ruhe für meine Papiertürme. Von 14.00h bis 14.30h habe ich noch etwas Counter- und Telefondienst, natürlich mit dem obligatorischen Patienten in der Leitung, dem kurz vor Toreschluss auch schon einfällt, dass er jetzt, genau jetzt, vorbei kommen muss, weil er ne AU braucht... ist ja nicht so, dass man so nen Termin nicht auch schon morgens um acht ausmachen könnte. Ich erkläre ihm das ausführlicher als ihm wahrscheinlich lieb ist  und trage ihn für morgen in die Sprechstunde ein. Außerdem beehrt mich noch die Ehefrau des Patienten P., die mir telefonisch eine Geschichte vom meterlangen Elch erzählt (mein Mann hatte vor dreißig Jahren Hühneraugen und etwas später einen Pickel auf der Nase und dann rharharhabrabla), bevor sie endlich auf den Punkt kommt. Mein Leben ist in der Zwischenzeit einmal an mir vorbeigezogen...

Feierabend kann ich trotzdem pünktlich um 14.30h machen, bin gegen 15.00h zu Hause und sinke mit einer Serie, Obst, Haferflocken, Saatenauswahl in meinen Fernsehsessel, wo ich mir bis 16.30h eine ausführliche Pause gönne. Dann heißt es rin in die Sportsachen, rauf aufs Rudergerät, auf dem ich heute nicht zur Bestform auflaufe. Ich huste noch immer angelegentlich und bin dabei, wieder Kondition aufzubauen. Ich merke deutlich, dass der Körper mir Grenzen setzt und das viel früher als einst im Mai. Das Beste ist von ab wie es hier umgangssprachlich gerne heißt... meh. Dennoch, getragen von einem Konzert (Springsteen / E-Street-Band, was sonst?) 2016 in Lissabon halte ich 7 Kilometer gut durch und hoffe, dass ich mich nicht übernommen habe. Normalerweise nicht - mit den Resten dieses skurrilen Infekts jedoch, na, wir werden sehen.

Kurz dehnen, dann duschen. Danach benutze ich eins von den gefühlt zwanzig Sälbchen (diesmal eins, das mit Eukalyptus- und Mentholdüften auf meine Vorderseite geschmiert wird), die mir im Laufe des letzten Jahres gegen alle möglichen Befunde an allen möglichen Körperstellen verordnet worden sind. Auch so ne eher unerwünschte Begleiterscheinung des Alterns - ständige kleine Baustellen. Meh.

Nebenbei noch die vor dem Rudern in die Maschine gestopften Hemden wieder herausnehmen und aufhängen, den neuen Wasserkocher auspacken, den alten entsorgen und schon kommt daMan nach Hause. Die Uhr ist 18.42h und wir essen bald darauf gemeinsam zu Abend.

Dank Rudern bin ich trotz der mittelprächtigen Tageslaune am Ende desselben doch ganz gut drauf. Bewegung hilft mir so gut wie immer gegen allerlei, was mir ungefragt serviert wird und meistens schaffe ich es, den inneren Schweinehund, der mir auf dem Bauch liegt und säuselt, dass ich auch liiiiiiieeeeegen bleiben soll, zu verscheuchen. Wenn nicht, geht es mir dreifach schlecht, einmal sowieso, einmal weil ich Unmut oder Schmerzen nicht kanalisieren kann und dann noch einmal, weil die beiden letztgenannten dann halt DA sind. 

Bevor ich eventuell wieder miese Stimmung bekomme, schicke ich diesen Bericht mal ab und grüße den Rest der Bloggerwelt!


Kommentare