Was hier schon immer zu lesen, aber wahrscheinlich schwer zu finden war, ist der Verweis auf den Blogtitel.
WmdedgT ist etwas, was keineswegs auf meinem eigenen Mist gewachsen ist, sondern auf eine Aktion von Frau Brüllen zurückzuführen ist, die sie sich vor rund 10 Jahren ausgedacht hat und an der sich Monat für Monat die unterschiedlichsten Blogger beteiligen.
Da mir im Mai 2022 auf die Schnelle kein gescheiter anderer Blogtitel eingefallen ist, habe ich mein monatliches Geschreibsel so getauft und belasse es dabei, bis mir was anderes einfällt.
Und, zack, da haben wir das erste Quartal schon wieder hinter uns, es ist kaum zu fassen und heute ist ein Freitag, der ein echter Frei-Tag für mich ist, wie schön.
Nicht, dass ich mich in dieser Woche überarbeitet hätte - wäre möglich gewesen, aber ich habe Anweisung, keine weiteren Überstunden zu produzieren, so sei es dann!
Ich bin noch bis mindestens Dienstag Strohwitwe und hundelos und kann das in dieser Runde endlich mal wieder gut ab, das ist auch sehr schön.
00.08h ich rolle mich im sanften Schein des Kindle im Bett zusammen und schlafe irgendwann auch beim Lesen ein. Gut, dass das Teil intelligent genug ist, sich selbst auszumachen.
Das erste Mal wach bin ich gegen 06.45h, aber da mag ich noch nicht aufstehen. Stattdessen dann um 08.02h, was ok ist. Die Zeitumstellung fällt in dieser Runde gar nicht ins Gewicht, vielleicht liegt’s am hochdosierten Vitamin D, das ich gerade einwerfe?!? Generell ist mir Sommerzeit/ Winterzeit ohnehin egal, aber ich habe in den letzten Jahren trotzdem zunehmend (und leidenschaftslos) registriert, dass ich einige Tage mehr mit heftigen Müdigkeitsanfällen zu tun hatte. Danach in aller Ruhe Kaffee mit Korrespondenz in den Kleinanzeigen. Ich habe lange gezögert, aber jetzt gebe ich mein E-Piano ab. Meine Talente sind einfach nicht musikalischer Natur und im Gegensatz zu daMan bewahre ich nichts auf, nur weil wir den Platz dazu haben. Und, ja, diese sich diametral gegenüber liegenden Einstellungen führen oft zu, ähm, angeregten Unterhaltungen zwischen uns. Ich gebe zu, dass ich auch viel verschwinden lasse, ohne ihn groß darüber zu informieren und da das nicht registriert wird, sind alle glücklich. Ein Garant für unsere Ehe zumindest ist es, nicht alles zu diskutieren.
In unserer Straße wird gerade eine Großbaustelle eingerichtet, wie ich mich freue, und die Arbeiten setzen unüberhörbar ein, sodass ich schneller auf Touren komme, als mir lieb ist. Rauf auf‘s Rad (ein Paket ist mir zu sperrig, um es zu Fuß zu transportieren und außerdem muss ich die wahrscheinlich kurze Regenlücke nutzen…)und Abfahrt zur Post für ein paar Retouren eines gewissen Kleidung-Versandhandels, auf dem Rückweg Kurzeinkauf fürs Wochenende, diesmal mit Brille, damit ich nicht schon wieder aus Versehen koffeinfreien Kaffee kaufe… am heimischen Herd dann Vorbereitungen fürs Mittagessen die erste Mahlzeit des Tages. Es ist mittlerweile 10.42h.
Während alles vor sich hergart, lasse ich meine geliebte Springsteen-Playlist lautstark laufen. Man könnte glatt denken, ich sei musikalisch etwas arg festgelegt… was soll ich sagen? Stimmt!
Als es gegen 11.00h immer noch nicht regnet, beschließe ich, meine außerhäusige Schrittzahl jetzt auf Stand zu bringen, packe mir Musik auf die Ohren (wer errät, welche… liegt sicher richtig) und marschiere in den angrenzenden Park. Er ist relativ leer und nur vereinzelt sehe ich Menschen. Heute auch eine Dame, die Tai-Chi praktiziert. Ich ermüde schon beim Zusehen, obwohl mir klar ist, dass solch eine Konzentrationsübung gar nicht schlecht für mich wäre, aber ich bin noch nicht soweit, mich freiwillig langsam zu bewegen.
Auf einem der städtischen Spielplätze in der Grünanlage finde ich das hier:
An einigen Stellen wird aufgeforstet, der Baumbestand hat in den letzten Jahren ordentlich was abbekommen. Einerseits durch heftige Stürme, andererseits, weil immer noch Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entdeckt werden und dann wird großräumig aufgewühlt.
Kleiner Exkurs - dieser Park trennt zwei Stadtteile, von denen der eine (in dem mein Elternhaus steht) in den 40er Jahren in Schutt und Asche gelegt wurde (meine Großeltern haben das Haus nach dem Krieg, mit dem, was halt so da war, wieder aufgebaut) und der andere gezielt heil gelassen wurde, damit die Alliierten dort später in den großen Häusern, die um die Jahrhundertwende (also ab 18hundert schlag mich tot) errichtet worden sind, Quartier nehmen konnten.
Hübsch sind die Häuser immer noch -
wer mag, liest gerne hier weiter zu diesem Thema.
Ziemlich genau um 12.00h bin ich wieder zu Hause und esse dann endlich mal was.
Nachdem die Küche später sauber ist, sinke ich in einen Sessel und stricke ein wenig. Nachdem ich mich jetzt endlich mal mit dem Prinzip der Käppchenferse auseinandergesetzt habe, überlege ich noch, ob ich das in Zukunft immer so arbeiten werde - entscheide ich dann, wenn ich die Socken mal anziehe und einen Vergleich in Hinsicht auf Tragekomfort anstellen kann. Allerdings scheint mir, dass diese Variante einfacher zu stricken ist als meine übliche. Schockierend ist diesmal die Farbgebung, die sich nur ein Farbenblinder auf Ecstasy ausgedacht haben kann. Warum ich die Wolle kaufte? Reiner Wahnsinn.




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