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05. Mai 2024

  Auf den Schlag zwei Jahre vergangen, seit ich begonnen habe, regelmäßig Beiträge an dieser Stelle zu veröffentlichen -  Zeit also, den Blogtitel upzudaten und Frau Brüllen zu danken, dass sie  wegen Nutzung der Abkürzung WmdedgT nie virtuell gestresst hat. Aber vielleicht hat sie es auch gar nicht bemerkt, weil sie bekanntlich immer sehr mit Kochen beschäftigt ist…?

Der heutige Tag ist ein Sonntag und unterscheidet sich von anderen Sonntagen dadurch, dass daMan sehr viel Zeugs ins Auto stopft und sich auf den Weg nach Frankreich macht. 

Bis dahin habe ich einigermaßen ausgeschlafen und bin gegen 07.53h  aufgestanden. Bei zwei Kaffee dann richtig wachgeworden und nebenbei quer durchs Internet gelesen. Besonders „begeistern“ mich in diesen Tagen die Berichte über spinnerte Zeloten, die mit dem Grundgesetz offenbar nichts zu tun haben, aber ihre Parolen ungestraft durch die Gegend brüllen können. Naja, wer fände so ein Kalifat in schwarzrotgold nicht total super?

Außerdem beschäftige ich mich mal wieder mit der Fragestellung „Zweithund“ und kaufe nebenbei auch noch ein Geburtstagsgeschenk für daMan. Das letztere ist schnell erledigt, das mit dem Zweithund bleibt schwierig. Ich bin aus verschiedenen Gründen noch nicht so weit trotz großer Hundeaffinität… vielleicht mal irgendwann. Sehr vielleicht. 

Nach dem Kaffee sammele ich die erste Waschladung des Tages zusammen, stopfe lege sie locker in die Maschine (hust) und nehme saubere Wäsche von der Leine.

Als ich ein Wohnzimmerfenster öffne, sticht mir die davor liegende Außenfensterbank unangenehm ins Auge. Ich befreie sie mit Wasser und einem Putzschwamm von ihrer grünbraunen Schicht, jetzt ist sie wieder weiß. An manchen Tagen nervt es mich mehr als sonst, dass Hausarbeit nie wirklich beendet ist!!!

Wir frühstücken ziemlich genau um 10.00h , danach trifft daMan allerletzte Reisevorbereitungen  während ich den Esstisch abräume und den Spülo füttere. Um 11.02h rollt mein Gatte vom Hof - gute Reise, gute Reise, viel Spaß und auf Wiedersehen in 10 Tagen!

Ich hingegen bezahle erst das soeben gekaufte Geschenk für daMan und begebe mich im Anschluss in unseren schlimmsten Kellerraum, um dort auszumisten. DaMan ist ein Sammler, der sich schlecht von Dingen trennen kann und so nutze ich seit jeher seine Abwesenheit, um Gegenstände zu entsorgen, die nachweislich nicht mehr benutzt werden bzw. sich niemand mehr daran erinnert, wozu sie eigentlich mal gut waren. Dieser Kellerraum ist noch dazu dreckig (unser Haus ist eins von den im vorigen Post beschriebenen, die um 1900 gebaut wurden und dieser Teil des Kellers wirkt so, als hätte man ihn seither auch nicht gereinigt....)  und ich weiß schon, warum ich mich seit Jahren drücke, Grund hineinzubekommen. Ich beschließe, kleinschrittig und niederschwellig an das Projekt heranzugehen. Mittwoch erst habe ich Zeit, zur Mülldeponie zu fahren, ich muss nicht alles heute machen.

Um 12.45h beende ich meine Aufräumarbeiten an der Stelle und resümiere, dass "kleinschrittig" kein Wort ist, was zu mir passt. Ich habe die Hälfte geschafft UND auch gleich noch das Lebensmittelmuseum aus der ehemaligen Tochterwohnung, in der dann später die Ukrainer untergebracht waren, beseitigt. Bei dem Lebensmitteln handelte es sich in erster Linie um versteinerten Puderzucker und ebenso versteinerte Gewürze. Eine Ladung Alkohol, die nie wieder jemand auch nur angesehen hätte, wurde artgerecht getrennt - Flüssiges in den Ausguss, Flaschen vorsortiert für die Glascontainer. Zudem weiß ich nun auch, dass wir Imprägnierspray für ein Sieben-Mann-Zelt plus mindestens 10 Paar Schuhe im Haus haben... ordnen zeitigt immer wieder interessante Ergebnisse.

Natürlich ist die Wäsche dann auch durch und ich verteile sie auf Trockner und Wäscheständer und werfe eine neue Ladung in die WaMa,  bevor ich mich aufs Rudergerät setze und mir die notwendige Bewegung verschaffe (eigentlich war es so wenig nicht in diesem Keller...) wohl wissend, dass ich in den Tagen bis zu daMans Rückkehr mehr als genug davon bekommen werde, denn Theo, das wilde Tier, bleibt hier bei mir und so werde ich sehr viele Extraschritte machen.

Das wilde Tier:

(Beispielfoto)

Ja. Nun. Wrap me like a burrito…

(An dieser Stelle kann nochmal betont werden, dass Theo ein ahnungsloser Vollirrer war, als er vor fast vier Jahren aus dem Tierschutz zu uns kam. Glaubt man ja kaum.)

Nach dem Rudern (Siebeneinhalb km mit Programm, d.h. mit wechselnder Kraftanstrengung) nehme ich eine Katzenwäsche an mir vor, schnappe mir danach den ehemaligen Irren und verdonnere uns beide zu einem längeren Spaziergang. Da wir in Bremen wohnen, ergießt sich ein Wolkenbruch über uns, der exakt so lange anhält, bis wir wieder zu Hause sind. Bis dahin hat das Tier aber gemacht, was so gemacht werden musste und sich zusätzlich mit seinen großen Füßen jede Menge nassen Dreck unter den Bauch geworfen. Ganz fein.

Es ist 14.38h als wir  zurück sind. Ich komme zum Punkt Körperpflege… vulgo: duschen.

Jüngst hatten wir da diesen einen Patienten mit völlig verpilztem Rücken auf Grund von mangelnder Körperhygiene… beileibe kein Obdachloser übrigens… bei dem wir diverse Theorien, wie es  zu diesem Befund kommen konnte, erörtert haben. Ich möchte das halt nicht praktisch ausprobieren…

Ca. eine Viertelstunde später puhle ich Wäsche aus dem Trockner und verräume sie

Mit gewaschenen (und nassen) Haaren platziere ich mich dann in den Lieblingssessel, lege die Beine hoch, trinke einen (entkoffeinierten) Kaffee und schreibe meinen Tag bis hierher zusammen. Ab jetzt darf er gerne etwas passiver werden! Vorher aber muss die zweite Ladung Wäsche auch auf Trockner und Leine, macht nix, das geht schnell.

Ahhhh, süßes Nichtstun bis etwa 17.30h. Zur Abwechslung gehe ich nochmal Richtung Waschkeller, aber zum letzten Mal für  heute. Die Bettwäsche ist trocken - ich ziehe sie gleich wieder auf.

Es folgt eine Runde Duolingo. Als ich genug für heute davon habe, nehme ich mir wieder den Hund und spaziere ein paar Straßen entlang. Vor allem, damit ich auf meine Schrittzahl komme - Theo würde ohne weiteres noch liegen bleiben.

Wenigstens regnet es nicht, aber es ist schon noch reichlich kühl.

Danach ist ganz eindeutig schon lange blaue Stunde 18.40h und ich gönne mir einen Aperol Spritz, bevor ich mich an die Zubereitung des Abendessens mache. Dem Herrn Hund wird ein Schälchen Trockenfutter serviert, während für mich eine Hähnchenbrust brutzelt.Die wird später in Scheiben geschnitten und auf Salat gekippt, fertig ist der Fuchs.

Der Rest des Abends wird wie meistens unspektakulär - Essen, lesen, späte Hunderunde und schlafen.

Vielleicht haben die anderen aus dieser Blogrunde spannendere Abendgestaltung? 









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