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05. Februar 2025

 Ich beteilige mich hier an WmdedgT, das ist eine Aktion, die Frau Brüllen vor über 10 Jahren ins Leben gerufen hat - am jeweils 5. eines Monats schildern Bloggermenschen, was an diesem Tag bei ihnen geschieht.

Heute ist Mittwoch, ich habe frei und brauche das dringend. Nicht gerade, weil ich mich in letzter Zeit überarbeitet hätte, sondern weil ich als Teilzeit-Sozialphobikerin entschieden zuviele Termine habe im Moment und das geht noch bis Mitte diesen Monats weiter. Dazu stehen mir noch so tolle Angelegenheiten wie „ Platte aus dem Kiefer holen, ach, das dauert nicht lange…“ bevor. Örgs. Hoffen wir das Beste.

Heute aber wird nicht viel passieren und ich beginne den Tag einigermaßen ausgeschlafen mit Kaffee. Tapfer ignoriere ich die aromatischen Überbleibsel des gestrigen Abends beim Griechen mit den zwei alten Schulfreunden, von denen ich  den einen mindestens 10 Jahre nicht gesehen habe und mit dem anderen vor rund zwei Jahren komplett versackt bin. So komplett, dass das erste, was ich am nächsten Tag essen mochte, ein Spaghettieis um zwei Uhr mittags war… gestern Abend habe ich mich mit dem roten Wein zurückgehalten und dazu viel Wasser  getrunken, damit der Ouzo nicht so reinhaut. War die richtige Taktik, ich bin fit.

Als ich nach dem ersten Kaffee um 08.30h klar denken kann, sammle ich Wäsche und übergebe sie der Minna zur gefälligen Weiterverarbeitung. Danach sitze ich wieder im Lieblingssessel und verblogge den ersten Teil dieses Tages. DaMan hat sich bereits ins Büro verabschiedet und der Hund wurde schon zu seiner HuTa 😂 abgeholt, die er zweimal wöchentlich besucht.

Bis etwa 10.00h koche ich ein bisschen vor und verwerte dabei Reste, lese mich durchs Internet, kommuniziere per whatsapp und email, pflücke die Wäsche aus der Maschine, lege neue rein, ziehe mich straßentauglich an und gehe auf eine kleine Einkaufsrunde.

Ziemlich genau eine Stunde später - mittlerweile habe ich Wäsche in den Schrank verfrachtet, eine Banküberweisung getätigt, Betten frisch bezogen und die Einkäufe verräumt ( es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Zeit für Haushaltstätigkeiten draufgeht, obwohl ich gut organisiert bin) nehme ich mir Zeit für mein derzeitiges Buch. Es handelt sich um „Frauen“ von Marilyn French, welches ich mehrfach als sehr junge Frau vor rund 35-40 Jahren gelesen habe und nun nochmals mit eben diesen Jahren nebst aller Erfahrungen auf dem Buckel.

Die Inhaltsangabe spiegelt die Eindringlichkeit dieses Romans nur unzureichend wider…

Mira, Val, Kyla und ihre Freundinnen begegnen sich 1968 in Harvard. In den braven Fünfzigern zu unterwürfiger Angepasstheit erzogen, rebellieren sie gegen die starren Konventionen, die ihnen Erziehung und Gesellschaft auferlegt haben. Jede von ihnen muss ihren Weg wählen, wenn es darum geht, sich für Familie oder Karriere zu entscheiden, Herausforderungen und Probleme zu bewältigen oder für ihre Rechte zu kämpfen. Und als sie aus den verschiedensten Gründen ihr Dasein als Ehefrau, Hausfrau und Mutter hinter sich lassen, beginnt die Suche nach dem eigenen Leben erst recht.

Welch enorme Anstrengungen seit den 50er-Jahren seitens der Frauen und der Frauenbewegung notwendig waren, um bis heute noch immer nicht auf gleichberechtigter Position mit Männern zu stehen, liest sich gerade vor aktuellen Strömungen wie den sogenannten Trad-Wives einerseits und Kulturen, deren Gesellschafts- und Frauenbild im Mittelalter stehengeblieben ist andererseits,  mit Entsetzen.

Ich für meinen Teil begreife weder das eine noch das andere und lehne beide o.g. Interpretationen vom Leben vollinhaltlich ab. Meine emanzipierte Seele liegt derweil heulend in der Ecke oder läuft wahlweise mit knallroter Hasskappe Amok, aber anscheinend gibt es genug Frauen, die so ein Weltbild doll finden, ein bisschen so als wenn Schlachtvieh sich den Schlachter selbst aussucht…

Dass Männern das vielfach sehr gelegen kommt, ist die andere Seite der Medaille, das sei an dieser Stelle angemerkt.

(Wer sich fragt, weshalb meine Texte trotz meiner Ansichten nicht durchgehend gegendert sind: Ich halte diese Ausdrucksform für rein kosmetische Augenwischerei und darüberhinaus besch*ssen zu lesen.)

So, Ende des Exkurses, zurück zum Haushalt, der sich nicht von selbst macht, während ich mich emanzipiere, harharhar. Selbstironie kann ich!

Das nächste Mal, als ich zur Uhr schaue, ist es 15.28h. Ich habe mittlerweile gegessen, den Hund von der Sitterin wieder zurück übernommen (wie immer mit glasigen Augen und großem Schlafbedürfnis.), gelesen, den Spülo ein- und später wieder ausgeräumt und mich insgesamt an diesem Tag erfreut.

Jetzt schnappe ich mir die Hundeleine und das dazugehörige Tier… was raus muss, muss raus. Das Wetter ist winterlich gut. Schön kalt und einigermaßen klar.

Wieder im Haus lese ich noch etwas weiter - und schlafe genüsslich dabei ein, bis mich ein Anruf weckt.

Danach bin ich wach genug, um noch eine ehrgeizlose Ruderrunde zu starten, aber besser ohne Ehrgeiz als gar nicht. Um 18.20h steige ich vom Gerät, gehe duschen und erledige im Anschluss bis daMan nach Hause kommt, einige Französisch-Übungen.

Beim Abendbrot planen wir Urlaub, Feiern und gleichen unsere Terminkalender ab, nach dem Essen  werden wir unsere gemeinsame Serie weiter streamen und den Tag, es war ein guter btw, ausklingen lassen.


Kommentare

  1. Das Buch von Marilyn French steht auch in meinem Bücherregal. Das hab ich in den 80ern gelesen und fand es auch sehr beeindruckend. So sehr, dass ich es noch heute erinnere. Eine gute Idee, das heute nochmal zu lesen. Stelle ich mir auch interessant vor. Was Feminismus angeht: Ich finde auch, dass wir da schon mal sehr viel weiter waren. Wie ja auch in manch anderen Dingen. Nun ja.
    Ich wünsche eine gute Restwoche, lass Dich nicht zu sehr stressen.
    Liebe Grüße
    Britta

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    1. Warum nur wundert es mich nicht, dass du das Buch kennst - und ähnliche Schlüsse ziehst wie ich? LG und dir auch schöne Tage bis zum nächsten Kontakt/ Kommentar.

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