Kurzer Wettercheck ergibt blauen Himmel, Sonne und etwas niedrigere Temperaturen als erwartet. Erstmal Kaffee.
Im Anschluss ziehe ich erst den Badeanzug an, leichte Übung, und winde mich anschließend in den Neoprenanzug. Dass der immer noch passt(!!!), aber das Material gibt‘s her. Handtuch packen, Bodyboard, Sweatshirt und Shorts dazu und ab zum Strand.
Auf dem Weg dahin werfe ich Leergut ein und kaufe ein Baguette fürs Frühstück.
Der Strand ist im Gegensatz zum Wochenende beinahe gespenstisch leer. Von oben auf der Düne erblicke ich einen Menschen mit Hund und einen Atlantik ohne einen einzigen Surfer/ Bodyboarder/ Schwimmer darin. Es ist ja auch noch früh am Tag.
Leider sehe ich auch sofort, dass die Wellenlage meinem Vorhaben nicht zuträglich ist (ein weiterer Grund abgesehen von der Tageszeit für die Abwesenheit der sonst allgegenwärtigen Surfer). Trotz auflaufenden Wassers und gar nicht mal soooo wenig Wind, rollt der Atlantik in flachen, unregelmäßigen Bewegungen an den Strand.
Egal, nun bin ich schon einmal hier (erwähnte ich jemals, dass ich so gar kein Morgenmensch bin?!), also los!
Die Lufttemperatur liegt bei 12 Grad, aber das kann doch einen Seemann eine Bremer Deern nicht mehr ganz taufrische Bremerin, die Kälte, Nässe und Wind als Beigaben in der Wiege hatte, nicht erschüttern. Das Wasser fühlt sich wie immer bei kühler Witterung fast warm an und der Neoprenanzug hilft sehr dabei! Logisch.
Der Rest ist schnell berichtet: Höchstens ein halber befriedigender Wellenritt, genau wie erwartet, da war nix zu machen. Raus aus dem Wasser, zurück über die Düne, raus aus den nassen, rin in die trockenen Sachen und zurück zum Haus.
Dort arbeitet Kevin, der Saugroboter, noch vor sich her. Ich umkurve ihn, gehe duschen, ziehe danach wärmende Klamotten an und beginne, diesen Eintrag zu tickern. Dazu, Überraschung, noch mehr Kaffee. Um kurz vor 11.00h decke ich den Frühstückstisch auf der Terrasse und versorge mich. Obwohl ich schon ein paar Tage hier bin, ist dies mein erstes Baguette. Weißmehl hin oder her, ich liebe es. Dazu gibt es u.a. Saint Agur Crème, den ich in Deutschland kaum je bekomme. Mampf!
Bis 15.40h lese ich fast durchgehend und zwar in diesem Buch .
Dann aber ist es Zeit für den TOP langer Strandspaziergang, von dem ich durchgepustet gegen 18.00h zurückkehre. Es war mehr los als morgens - einige Kitesurfer, deren bunte Segel vor dem blauen Himmel grandios aussahen und ein paar Surfschulen für Kids, die wahrscheinlich alle noch unter 10 (und noch deutlich jünger) und im Zustand „Sack Flöhe“ waren. Hut ab vor vertrauensvollen Eltern, erfahrenen Surflehrern und unerschrockenen Kindern! Allerdings glaube ich, dass die meisten Badeunfälle mit dusseligen Erwachsenen passieren, die Strömungen und dementsprechende Warnungen ignorieren, keine Ahnung von Gezeiten haben, sich komplett überschätzen, besoffen sind oder alles zusammen. Es ist der Atlantik, ich sag‘s nur!
Wieder am Haus setze ich mich auf die normalerweise von der Abendsonne beschienene Terrasse und halte mich an die Landessitten. (Zugegebenermaßen mit einem deutschen Riesling von der Mosel. Was für jemanden, der mit den zuckersüßen Moselweinen im Keller der Eltern sozialisiert wurde, wie ein Widerspruch in sich klingt, schmeckt in Echtigkeit ziemlich super.)
Dass sich just in dem Moment als ich mich niederlasse, eine fette Wolke vor die Sonne schiebt, kann ich dann auch nicht ändern. Müsst ihr euch eben tolle Abendsonne vorstellen.
Was steht noch an heute?
Gleich gibt es einen Salat mit allem, was der Kühlschrank gerade hergibt - Frisee, Hähnchenbrustfilet, Melone, Gurke, Ei, mal sehen und dann werde ich mich nach einigen Aufräumarbeiten der aktuellen Serie (Der Sommer als ich schön wurde. Oder so ähnlich.) widmen. Französischlektionen habe ich heute auch noch nicht per Duolingo erledigt. Nur live - *stotter* *äh* *noch mehr stotter*… na, ja.
Und das Wichtigste - schauen, wie die anderen aus dieser Bloggerrunde durch den Tag gekommen sind. LG an alle!
PS: Ich bin übrigens nicht „noch immer“, sondern „schon wieder“ hier. Allein und glücklich.



Ich hätte tatsächlich gefragt, ob "noch immer" .... Aber eigentlich gönne ich Dir jedes immer. Ob mit noch oder wieder. Respekt, dass Du Dich in die Wellen geschmissen hast. Ich bin zwar auch gerne im Wasser, aber zu dieser Jahreszeit doch lieber dann auf dem Wasser. Das Buch klingt absolut interessant, ich werde mal schauen, ob ich eine Leseprobe finde. 1200 Seiten schrecken mich nicht ab. Im Gegenteil. Ich bin immer froh, wenn ich gute Schmöker finde, dann muss ich mich nicht alle Naselang mit neuen Protagonisten anfreunden.
AntwortenLöschenWünsche Dir -immer- gute erfreuliche Tage, meine Liebe
Britta
Liebe Britta, danke für deine guten Wünsche!!
AntwortenLöschenWenn dich die Seitenanzahl nicht schreckt, dann nimm dir das Buch vor! Es ist in Unterbücher à 150-300 Seiten etwa eingeteilt, was wirklich hilfreich ist. Ich wollte es trotz seines Gewichts (Telefonbuch😁) nicht als e-book haben, weil ich dann den Überblick verlieren würde - es ist leichter für mich mal eben händisch zurückzublättern, wenn ich was vergessen habe.
Dir auch eine schöne Zeit und immer ne Handbreit Wasser unterm Kiel!
Marie