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05. Juli 2025

Ich beteilige mich hier an WmdedgT, das ist eine Aktion, die Frau Brüllen vor über 10 Jahren ins Leben gerufen hat - am jeweils 5. eines Monats schildern Bloggermenschen, was an diesem Tag bei ihnen geschieht.

Ab Mitternacht beginnt ein neuer Tag und wie meistens schlafe ich auch erst danach ein - an diesem Monatsfünften ist es exakt 00.32h als die Buchstaben des E-Readers vor meinen Augen zu tanzen und zu verschwimmen beginnen.
Ich schalte das Gerät aus und schlafe ausgesprochen schlecht, werde dauernd wach, träume blanken Mist, keine Ahnung, warum,  und bin dann um 06.48h so wach, dass es keinen Sinn hat, weiter liegenzubleiben. Für einen Sonnabend ist mir das entschieden zu früh, aber, Alter sei dank (freut euch schon mal alle: 60 zu sein hat viele Vorteile - z.B. dass einem relativ schnell vieles sch***egal man souveräner wird - aber eben auch einiges im Gepäck, was man nur mit Humor bewältigen kann. Galgenhumor…) akzeptiere ich die Situation. Man hat dann auch viel mehr vom Tag, harhar. In einer Art Übersprungshandlung nehme ich als allererstes Wäsche von der Leine, falte und verräume sie. Dann erst DabbeljuCie und Kaffee.

Ich bin alone at home und das ist ein Segen. Ich benötige in regelmäßigen Abständen (die Frequenz wird kürzer, die Episoden länger) Zeit mit mir ganz alleine, um umgänglich zu bleiben. Im Prinzip müssten es jetzt zwei bis drei Wochen sein, das fällt aber aus wegen ist nicht.
Mir ist selbst nicht ganz klar, warum ich so gestrickt bin. Ich kann einfach supergut mit mir alleine sein und schöpfe große Energie daraus.

DaMan ist in den letzten Tagen bereits Richtung la maison aufgebrochen und die zur Zeit unter der Woche hier wohnende Dr. Dolittle ist bis Sonntag zurück an ihren Studienort gereist. Für eine kleine Nachtschicht im Nebenjob…

Dafür weilt der sehr große Sohn, der just alle anstehenden Prüfungen hinter sich hat, in Bremen und hat sich mit mir zum späten Frühstück verabredet. Hat noch Zeit…

Bis 07.47h lese ich mich durch die Todesanzeigen der Woche und trinke Kaffee dazu. Anschließend löse ich ein Sudoku und als ich damit fertig bin, ist es 08.31h.
Ich ziehe mich straßentauglich an, Kopfhörer auf und spaziere zu einem etwas entfernteren Bäcker, der dafür die besten Brötchen hat.

Ich begegne u.a. einer Hundebesitzerin von zwei kleinen schwarzen gar nicht mal so hübschen Hunden und bin froh, dass ich Theo nicht dabei habe - dieses Trio keift er an, wenn man ihn lässt. Derzeit (in einer Hand die Brötchentüte in der anderen zwei Schalen Erdbeeren balancierend) wäre ich aufgeschmissen, die Situation würde ein bisschen eskalieren, zumal die Dame ihre Tierchen an der Leine in zwei verschiedene Richtungen rennen lässt und somit eine Art Straßensperre aufgebaut hat. Naja.

Wieder zurück habe ich noch Zeit für eine kleine Gymnastik-Dehnrunde und wälze mich wie so ein gestrandeter Wal auf meiner Yogamatte. Aber immerhin kann ich noch immer meine Handflächen platt auf den Boden bringen und die Beine dabei gestreckt lassen, wenn ich meinen Oberkörper nach vorne beuge.

Es ist 10.23h als ich dusche und dann mit den Vorbereitungen fürs Frühstück beginne.

Der sehr große Sohn erscheint pünktlich wie immer (Kind seiner Eltern...) und wir widmen uns dem Backwerk und bringen uns gegenseitig auf Stand. Locker verplaudern wir dabei über zwei Stunden, bevor er sich wieder aufmacht.

Ich räume noch kurz die Küche auf und lade kurze Zeit später unser gesamtes Leergut ins Auto. Ich befördere das alles zum Supermarkt meines Vertrauens, kassiere Pfandgeld und gurke weiter. Ich möchte zu einer shopping mall, die ich länger nicht aufgesucht habe. Zwar dünkt mir, dass die Kombination aus Wochenende und Sommerferien bei mäßiger Wetterlage  die günstigsten Voraussetzungen für ein eher zweifelhaftes Vergnügen dort sind, aber ich komme mir heute ausgeglichen genug vor, um einen Versuch zu starten. Die Uhr ist 13.30h, als ich ins Auto steige.

Um kurz vor 16.00h bin ich zurück und brotfertig. Mein Plan ist nicht aufgegangen. Das Leergut bin ich zwar zügig losgeworden, aber das mit dem Shopping-Erlebnis führte fast unmittelbar zur Reizüberflutung. Viel zu viele Menschen mit entschieden zu laut kreischenden Kindern.
Ich finde ja, dass es kein Eingriff in die Rechte von den Lütten ist, wenn man ihnen vorlebt, dass es Orte gibt, an denen man gerne laut herumtoben kann und eben andere Stellen (wie z.B. Läden aller Art), an denen man mit seinem Gequieke andere gewaltig nerven kann. 
Ich hätte wissen müssen, dass ich lieber zu Hause hätte bleiben sollen. Mein Fehler. Die Hoffnung ist halt doch immer noch, dass so veraltete Tugenden wie Rücksichtnahme existieren. Pech gehabt und Abgang alte weiße Frau. Ohne Einkäufe, versteht sich.
Weil ich ohnehin auf meinem Rückweg am Friedhof vorbeikam, lief ich gleich mal meine Eltern und die Mutter der ältesten Freundin besuchen. Die mich dabei umgebende Ruhe war ausgesprochen wohltuend.

Für Mittwoch reserviere ich noch rasch einen Tisch beim Italiener hier fast vor der Tür, dann ziehe ich bequeme Schlumpfklamotten an, trinke ungefähr eine Badewanne Wasser und mache mich kurz lang. Dabei schaue ich eine Serie…
Um nicht völlig zu verblöden, nehme ich mir gegen 17.37h den aktuellen Krimi und einige Käsetoasts. Ich widme mich alldem mit Genuss. Als ich das nächste Mal zur Uhr schaue, ist es bereits 19.06h - ich beschließe, diesen Tag, der insgesamt betrachtet ein guter war, jetzt online zu stellen.

Später wartet noch eine Einheit Französisch auf mich und ein Film auf netflix, der mir vom sehr großen Sohn empfohlen wurde.

Und das war es dann für heute - freue mich schon auf die Berichte der anderen von WmdedgT?

Kommentare

  1. Alleine sich an einem Wochenende in ein Einkaufszentrum zu wagen, würde ich schon als extrem mutig bezeichnen. Nachdem ich vor Jahren in meinem damals jugendlichen Leichtsinn mal an einem Brückentag zum Möbelschweden wollte, bin ich nachhaltig traumatisiert. Für Ausflüge in Einkaufsmeilen jeglicher Art braucht es einen Urlaubstag, damit alle Mitmenschen möglichst in der Schule oder bei der Arbeit sind. Du kannst dir zumindest was drauf einbilden, deine Komfortzone verlassen zu haben 😉.
    Liebe Grüße!

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  2. Es ist jetzt zwei Tage später, aber ich fasse mir immer noch an den Kopf für meine blödsinnige Idee. Als wenn ich unter der Woche nicht schon genug Elend schauen dürfte.😩
    Und so‘n IKEA-Experiment hatte ich auch mal. Schauerlich.
    Schönen Wochenstart dir und LG zurück!

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  3. Ha ! Noch eine, die diese "mit platten Händen bei durchgestreckten Beinen auf den Boden kommen" Übung macht. Ich kann das auch noch und mach das jeden Morgen als letzte Übung beim Stretching. Ich find die enorm schmerzlindernd, bi aber froh, dass mir jemand qualifiziertes mal gezeigt hat, wie man danach richtig hochkommt, ohne sich was zu zerren.....
    Samstags in eine Mall ! Du ! Definiere grenzenlos hoffnungsfrohen Optimismus. Ich war letzte Woche Donnerstagmorgens sehr früh in der Innenstadt und da hab ich schon wieder mal aufgegeben. Dafür war ich Montag im beschaulichen Sneek in NL und da ging es viel besser. Sogar mit Flusenbär im Schlepptau !
    Liebe Grüße
    Britta

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  4. Ich weiß ja auch nicht, was mich da geritten hat. Ab übermorgen habe ich es auch endlich ruhig(er), meine Güte. Ich laufe aus verschiedenen Gründen gerade auf den Akkus, darüber berichte ich dann, wenn ich Zeit habe, bzw. sie mir nehmen will.
    LG dahin, wo du gerade bist!

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