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05. April 2023

 Es ist 07.30h als der Wecker klingelt und ich weiß sofort, dass heute der voraussichtlich letzte Tag unseres Urlaubs in England ist. Wir wissen noch nicht genau, ob wir es heute noch durch den Euro-Tunnel* schaffen, es spielt zum Glück auch keine Rolle. Erstmal Kaffee, damit mein Körper versteht, was ich von ihm erwarte. Ausgeschlafen bin ich einigermaßen und die letzten knapp 14 Tage haben ordentlich zur Reduzierung meiner Augenringe (die ungefähr bis zum Bauchnabel langten) geholfen. Danach Obst und Müsli und noch mehr Kaffee. Bis 09.30h  beschäftigen wir uns mit kurzer Hunderunde, duschen, packen und dann brechen wir auf Richtung Stonehenge**. Wir haben übrigens jeweils einige Tage in Lynton/ Devon und in der Nähe von Penzance/*** Cornwall verbracht. Garantiert nicht zum letzten Mal, es gibt noch so viel mehr Landschaft zu sehen. DaMan und ich sind beide keine Wandersleut - also mit Gepäck auf dem Rücken von Unterkunft zu Unterkunft stapfen wäre uns ein Graus - aber außer...

5. März 2023

Auf diesen Monatsfünften freue ich mich bereits seit Wochen, denn daMan flog in den Urlaub und ich bin sieben goldene Tage alone at home.  Der Tod meiner Mutter mit sämtlichen durch die Bank vollkommen unerwünschten Nebengeräuschen hat mich sehr viel Kraft gekostet. Ich habe alles „Wer bekommt was und wieso nicht und *setze hier allen nur denkbaren Psycho-Irrsinn ein, den man sich ausdenken kann*“ gehört und erlebt, die Trauerfeier und die Bestattung liegen hinter mir, das Appartement ist geräumt, übergeben und abgewickelt und den Teil der Verwandtschaft, der mich am meisten genervt hat (nicht meine Geschwister, die Generation dadrunter, insbesondere meine Nichten. Eigentlich nur meine Nichten…) muss ich jetzt erstmal nicht mehr sehen. Ich muss in dieser kommenden Woche überhaupt niemanden sehen und wer mich kennt, weiß, wie wichtig solche Auszeiten von allem/ von allen für mich sind.  Im Prinzip jedenfalls, aber leider hat mir das Leben erneut etwas serviert, was ich nicht be...

5. Februar 2023

  Eine Woche, die emotional nicht viel herausfordernder hätte sein können,  liegt hinter mir und ich atme am heutigen Sonntag auf, froh, dass ich einen Meilenstein hinter mir habe Aus verschiedenen Gründen laufe ich seit Ende November letzten Jahres nicht rund - ein Ende zeichnet sich ab Mitte/ Ende Februar ab, hoffentlich, da droht ja noch so‘n Termin, der Überraschungen, die keiner braucht, mit sich bringen könnte, aber ich denke mal positiv. Und das ist alles nur mein Minikosmos - geopolitische Weltlagen/ Katastrophen sind an dieser Stelle ausgeblendet, zu gering mein Einfluss darauf. Aber nun. Heute. Der Tag ist bestimmt schon eine halbe Stunde „alt“, als ich über meinem e-reader einschlafe, wie gut, dass der sich von allein ausstellt. Wenn meine Lesebrille auch noch selbsttätig von meiner Nase auf den Nachttisch wandern würde, wäre das noch innovativer allerdings, haha. Ich wache auf um etwa  07.45h  und bin noch müde genug, hurra. Um  09.00h  dann das...

5. Januar 2023

  Ein Monatsfünfter, noch dazu der erste im Jahr, dann mal los. Als der Wecker um 07.00h losgeht, denke ich wohlig an den gestrigen Morgen zurück, als ich nicht aufstehen musste und, Corona-Nachwirkungen sei Dank, bis sage und schreibe 09.20h gepennt habe. Bevor das heute passiert, stehe ich lieber auf. Der Kaffeeautomat liefert mir das volle Programm (Wasser, Bohnen, Kaffeesatz), bevor er sich erbarmt und mir einen Becher mit meinem liebsten Heißgetränk spendiert. Nach der zweiten Ladung konstatiere ich, dass daMan noch nicht aufgestanden ist und sorge mich kurz, denn gestern Abend fühlte er sich etwas angekränkelt, aber nur wenige Minuten später erscheint er auch in der Küche. gut so.  Bis 08.30h wird meine Morgenroutine (Kaffee, Frühstück, Dusche) nur durch ein whatsapp an unsere ehemalige welt- und allerbeste Pärle, die mittlerweile im Ruhestand ist und heute Geburtstag hat, unterbrochen und dann marschiere ich auch schon durch den allgegenwärtigen Bremer Winterregen in ...

5. Dezember 2022

 Ein Monatsfünfter von dem ich schon einen Tag vorher weiß, dass er anstrengend wird - nachdem ich im November bereits durch Springertätigkeit Überstunden gesammelt habe, geht es im Dezember munter weiter. Am 1. zusätzlich die Nachmittagsschicht, immerhin mit sehr langer Mittagspause und da Kollegin K. sich gestern krank gemeldet hat heute also von 09.00 bis 16.00 Uhr. Wenn Kollegin K. morgens das Labor nicht machen kann (Blutentnahmen, EKGs, Urinproben plus anschließende Dokumentation und Zum-Versand-Bereitstellen), übernimmt Kollegin M., was zwangsläufig dazu führt, dass ich vor zwei unablässig bimmelnden Telefonen sitze. An einem Montag mitten in der Erkältungssaison. Als ich um  07.08h  aufstehe, rüste ich mich innerlich für diesen Marathon. Bis  08.30h  das übliche am Morgen - drei Kaffee, Frühstück (Joghurt, Nüsse, Obst, Müsli, reichlich), bisschen Presse, duschen (während des Abtrocknens kläre ich telefonisch noch etwas mit dem Pflegedienst meiner Mutter)...

5. November 2022

  Remember, remember the 5th of November!  Guy-Fawkes-Day, was es damit auf sich hat, lässt sich unschwer ergoogeln, warum ich dieses Zitat immer mit Orwell's 1984 in Verbindung bringe, ist etwas nebulös... ich muss es mal nachlesen bei Gelegenheit. Wahrscheinlich mixe ich aber englische Schullektüre, die ich vor *hüstel* 40 Jahren gelesen habe, durcheinander. Wie auch immer, der heutige 5. November ist vor allem geprägt durch den gestrigen 4. Am 04.11.57 haben meine verstorbenen Schwiegereltern geheiratet und daMan und ich nahmen dies zum Anlass, ein Familienfest auszurichten. Geladen war die engste holländische Verwandtschaft: Schwager R., der in Scheidung lebt, seine Tochter E., nebst ihrem Freund M., Tochter M., der  äußerst  gar nicht mehr so freakige Sohn S.; Schwager E., Junggeselle seit ewig - ich glaube, der war sogar in seiner langjährigen Beziehung Junggeselle... das klingt etwas wertend, tatsächlich ist Schwager E. ein höchst freundlicher und umgänglicher...

5. Oktober 2022

 5. Oktober - mein gut funktionierendes Spamgedächtnis (im krassen Gegensatz dazu merke ich mir wirklich wichtige Dinge kaum halb so gut…) speit sogleich zwei Geburtstagskinder aus der weit entfernten Vergangenheit - so als ich Anfang 20 und noch etwas jünger war, aus. Zum einen die Ex-Beziehung D., bei dem ich einiges über das Leben gelernt habe, zum anderen die Schwester des langjährigen Ex-Freundes K., die mittlerweile einer Depression anheim gefallen ist. Das allerdings hat eher nichts mit dem langjährigen Ex zu tun, sondern wohl damit, dass das Leben zwar Erfahrungen serviert, aber eben nicht zwangsläufig gute. Manche stecken das weg, andere nicht, so ist das mal. Genug der einleitenden Gedanken - beide Geburtstage tangieren mich heute so gar nicht mehr und schon ganz sicher überhaupt nicht, als ich vom Gepolter des Müllwagens, der sich durch unsere Straße schiebt, geweckt werde. Nicht so schön, weil ich „eigentlich“ länger schlafen kann als sonst. Um 07.34h stehe ich seufzen...